1.4.1 Formate

Format und Maßordnung

Vormauerziegel gibt es in einer Reihe unterschiedlicher Formate. Hier zu Lande gebräuchlich sind die klassischen deutschen Formate wie Normalformat (NF), Dünnformat (DF) und zweifaches Dünnformat (2 DF). Dazu kommen Formate, die von den europäischen Nachbarn übernommen wurden, wie das Waalformat (WF) oder das Modulformat (ModF).

 

Die deutschen Formate basieren auf dem oktametrischen Maßsystem, niedergelegt in DIN 4172 Maßordnung im Hochbau. Grundlage ist das Maß von 1/8 Meter = 12,5 cm bzw. 125 mm. Dieses umfasst Stein und Mörtelfuge, ausgehend von 1,0 cm Fuge. Die Maße von Steinen und auch Bauteilen ergeben sich aus dem Grundmaß bzw. einem geradzahligen Vielfachen. Die Maße von Backsteinen sind in der DIN EN 771 Mauerziegel definiert.

Modulsteine

Modulsteine folgen der Modulordnung, festgelegt in DIN 18000 Modul- anordnung im Bauwesen. Das Modulformat (ModF) beruht auf dem Dezimalsystem, bei dem rechnerisch 1/10 Meter (= 10 cm) als Grundmodul M=10 cm an- gesetzt wird. Die Einheiten der Modulordnung bestehen aus diesem Grundmodul und den Multimodulen, den ganzzahligen Vielfachen des Grundmoduls. Ein waagerechtes Multimodul ist beispielsweise 3M = 30 cm. Die Maße von Steinen, die im Modulsystem vermauert werden, sind um jeweils 1,0 cm für die Stoßfugenvermörtelung kürzer als das jeweilige Modul.

Sonderformate

In den vergangenen Jahren sind zahlreiche Sonderformate entstanden. Ein Beispiel sind die Langformate, die bis zu einen halben Meter lang und teilweise besonders dünn sind.

 

Neben herstellerspezifischen Formaten lassen auch häufig Architekten speziell auf ihr Bauvorhaben zugeschnittene Formate entwickeln und herstellen, die zum Teil dann sogar in Serie gegangen sind. Aus der Vermauerung (Steine und Mörtelfugen) ergibt sich der Verband.

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1.3.1 Farbigkeit und Strukturen

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