1.6.3 Beanspruchung des Mauerwerks

Mauerwerk in stark angreifender Umgebung

Mauerwerk oder Mauerwerksteile, die aufgrund der klimatischen Umstände wassergesättigt (starke Regenfälle, Grundwasser) und dabei zugleich einer relativ häufigen Frost-Tau-Wechselbeanspruchung ausgesetzt sowie nicht mit einem wirksamen Schutz dagegen ausgestattet sind.

Beispiele

  • Unverputztes Mauerwerk nahe der Erdoberfläche (zwei Schichten oberhalb und unterhalb). Durchfeuchtung und Frost können hier auftreten. 
  • Nicht verputzte Brüstungen, bei denen Durchfeuchtung und Frost auftreten können. Das sind beispielsweise Brüstungen ohne effektive Abdeckungen. 
  • Nicht verputztes Schornstein-Außenmauerwerk, bei dem Frost und Durchfeuchtung auftreten können. 
  • Freistehende Wände und Vorhangwände, bei denen Durchfeuchtung und Frost auftreten können, beispielsweise Wände ohne eine effektive Abdeckung. 
  • Stützmauern, bei denen Durchfeuchtung und Frost auftreten. Dazu gehören Wände ohne wirksame Abdeckung oder ohne Bauwerksabdichtung auf der Rückseite.

Mauerwerk in mäßig angreifender Umgebung

Mauerwerk oder Mauerwerksteile, die während ihrer Nutzung Feuchte und Frost-Tau-Wechselbeanspruchung ausgesetzt sind, die aber nicht zu den Bauten in stark angreifender Umgebung gehören.

Beispiele

  • Es gibt Maßnahmen, die eine Durchfeuchtung des Mauerwerks unterbinden: Dazu gehört der Schutz der Wandkrone etwa durch ein überkragendes Dach oder mittels einer Abdeckung; ebenso Fensterbänke mit angefügter Kehle; schließlich Schichten am Kopf oder am Fuß von Wänden, die die Feuchte blockieren.

Mauerwerk in nicht angreifender Umgebung

Dazu zählen Mauerwerke oder Mauerwerksteile, die so gelegen sind, dass sie nicht von einer Feuchte- und Frost-Tau-Wechselbeanspruchung betroffen sind.

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1.6.2 Definition von Mauerziegeln

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2.1.1 Entwurf und Konstruktion