2.2.3 Zweischalige Wand teilweise mit Wärmedämmung

Bauweise nach Norm

Das System der zweischaligen Wand besteht aus vier Schichten: der tragenden Innenschale (Hintermauerschale), der nichttragenden Außenschale (Vormauerschale), der Dämmschicht und der Luftschicht. Der konstruktiv maximale Schalenabstand beträgt 15 cm. Um eine Hinterlüftung zu gewährleisten, muss die Luftschicht mindestens 4 cm dick sein. Die maximale Stärke der Dämmschicht beträgt daher 11 cm.

An die Luftschicht werden außerdem folgende Anforderungen gestellt: 

  • Die Mindestdicke von 4 cm darf in der gesamten Wandhöhe nicht durch Mörtelreste oder andere Gegenstände eingeengt werden.
  • Durch die Anordnung von Lüftungsöffnungen am Fußpunkt und am oberen Ende des Verblendmauerwerks muss eine Luftzirkulation im Hohlraum gewährleistet sein.
  • Bei Unterbrechungen im Hohlraum, etwa durch Fensterbänke, müssen zusätzliche Lüftungsöffnungen im Verblendmauerwerk vorgesehen werden.
Neue Ortsmitte Wettstetten, Bembé Dellinger

Neue Ortsmitte Wettstetten, Bembé Dellinger
© Stefan Müller-Naumann

Feuchteschutz

Die Innenschalen und die Geschossdecken sind an den Fußpunkten der Zwischenräume der Wandschalen gegen Feuchtigkeit zu schützen. Die Abdichtung – am besten mit bitumenbeständigen Folien – ist im Bereich des Zwischenraumes mit Gefälle nach außen, im Bereich der Außenschale horizontal zu verlegen. Dieses gilt auch bei Fenster- und Türstürzen, sowie im Bereich von Sohlbänken. Die Aufstandsfläche muss so beschaffen sein, dass ein Abrutschen der Außenschale auf ihr nicht eintritt. Die Dichtungsbahn für die untere Sperrschicht muss DIN 18195-4 entsprechen. Sie ist bis zur Vorderkante der Außenschale zu verlegen, an der Innenschale hochzuführen und zu befestigen. Die Dichtungsbahn muss unterstützt werden, sei es durch einen Dämmkeil oder durch eine Untermörtelung. Die Öffnungen zur Hinterlüftung sind in der 1. Steinschicht vorzusehen.

Fassadenschnitt Neue Ortsmitte Wettstetten

Fassadenschnitt Neue Ortsmitte Wettstetten
© Bembé Dellinger

Fassadenbilder

Die Öffnungen zur Hinterlüftung und Entwässerung, meist offene Stoßfugen, sind empfohlene und tyosiche Kennzeichen der zweischaligen Wand. Diese sind technische Notwendigkeit und zugleich Gestaltungselement der unterschiedlichsten Fassadenbilder.

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2.2.2 Bauweisen Zweischalige Wand nach DIN EN 1996 (EC)

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2.2.4 Zweischalige Wand ganz mit Wärmedämmung