2.2.5 Zweischalige Wand mit Kerndämmung

Feuchteschutz

Zum Schutz von Wärmedämmung und Hintermauerschale sind folgende Maßnahmen zu berücksichtigen: Die Kerndämmung (Dicke 8 cm, 10 cm, 12 cm oder 15 cm) ist mit Dämmstoffen auszuführen, die für diesen Anwendungsbereich genormt oder bauaufsichtlich zugelassen sind. Die Dämmstoffe müssen wasserabweisend sein, z. B. hydrophobierte Faserdämmstoffplatten nach DIN 18165 oder Hartschaumplatten nach DIN 18164. Die Wärmeleitfähigkeit kann je nach Aufbau und Steinart der Innenschale 0,035 W/mK oder 0,040 W/mK betragen. Platten und mattenförmige Mineralfaserdämmstoffe sind so dichtzustoßen, Platten aus Schaumkunststoffen so auszubilden und zu verlegen (Stufenfalz, Nut und Feder), dass ein Wasserdurchtritt an den Stoßstellen dauerhaft verhindert wird (siehe Feuchteschutz 5.2).

Rathaus in Garbsen, Architekten: Schneider & Sendelbach, Braunschweig

Rathaus in Garbsen, Architekten: Schneider & Sendelbach, Braunschweig

Bauweise nach Norm

Auch bei der Kerndämmung darf der lichte Abstand von Vor- und Hintermauerschale 150 mm nicht überschreiten. Allerdings kann der gesamte Hohlraum vollständig mit geeigneten Wärmedämmstoffen verfüllt werden. In den Außenschalen dürfen glasierte Steine oder Steine mit Oberflächenbeschichtungen nur verwendet werden, wenn deren Frostwiderstandsfähigkeit nach DIN 52252-1 geprüft wurde (siehe Bauphysik 5.1.1). Auf die vollfugige Vermauerung der Verblendschale und die sachgemäße Verfugung der Sichtflächen ist besonders zu achten. Die Entwässerungsöffnungen sollen auf 20 Wandfläche (Fenster und Türen eingerechnet) eine Fläche von jeweils 5000 m im Fußpunktbereich haben.


© Schneider & Sendelbach, Braunschweig

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2.2.3-4 Zweischalige Wand mit Luftschicht und Wärmedämmung

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