3.6 Auswirkungen der EnEV 2009 für Außenwände aus zweischaligem Mauerwerk

Auswirkungen

Zweischaliges Mauerwerk mit Kerndämmung besteht aus einer in der Regel tragenden Innenschale (Hintermauerwerk) und einer nichttragenden Außenschale (Verblendmauerwerk). Der Raum zwischen den beiden Schalen kann beim zweischaligen Mauerwerk mit Kerndämmung gänzlich mit Wärmedämmstoff ausgefüllt werden.

Im Zusammenhang mit baupraktischen Bedingungen und den dabei zwangsläufig auftretenden Ebenheitstoleranzen und sonstigen Maßabweichungen ist darauf zu achten, dass der maximal zulässige Schalenabstand gemäß DIN 1053 Teil 1 von d = 15 cm nicht überschritten wird.

In Tabelle 2 sind U-Werte aufgeführt. Je nach dem speziellen Einzelfall besteht im Vergleich zu anderen mehrschichtigen Konstruktionen eine ebenso große Variabilität bei der Festlegung der U-Werte. Bei der Berechnung des U-Wertes sind, wie bei anderen Konstruktionstypen auch, die Anforderungen der DIN EN ISO 6946 zu berücksichtigen.

Unter Berücksichtigung der Festlegung der UAW-Werte sind die Anforderungen für die übrigen Bauteile der wärmeübertragenden Umfassungsfläche ferner noch von folgenden Einflussgrößen abhängig: 

  • Kompaktheitsgrad des Gebäudes, 
  • Ausrichtung des Gebäudes zu den Himmelsrichtungen (anrechenbare solare Wärmegewinne), 
  • Anlagensystem (Heizwärme, Lüftung und Trinkwarmwasser), 
  • Nachweis der Gebäudedichtheit.

Selbst für einen sehr ungünstigen Anlagenstatus, sind die Anforderungen der Energieeinsparverordnung durch eine entsprechende Reduzierung der Wärmedurchgangskoeffizienten mit einer zweischaligen Außenwand sicher zu erfüllen.

Tabelle 2

Tabelle 2

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3.5.1-4 Anforderungen an zu errichtende Wohngebäude

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3.7.1-12 Wärmebrückendetails