7.5.4 Fassadenkledung mit Klinkerriemchen

Wärmedämmung und Verschönerung von Fassaden

Klinkerriemchen sind dünne Klinker mit Dicken zwischen 9 mm bis 14 mm. Sie werden, wie auch Verblendklinker, aus natürlichem Rohstoff nach DIN 105 [7] hergestellt. Sie haben in Farbe, Oberflächenstruktur und Format dieselbe Vielseitigkeit und Gestaltungsfreiheit wie Verblendklinker und gewähren somit den optischen Eindruck einer gemauerten Wand.

Diese Sanierungsmaßnahme eignet sich insbesondere für nachträgliche Wärmedämmung von Fassaden, wenn keine größeren Veränderungen an der bestehenden Fassade oder Gründungsarbeiten geplant sind. Dank ihrer geringen Materialstärke und ihres niedrigen Gewichts sind Klinkerriemchen ideal für Wärmedämmung und Verschönerung von Altbauten.

Klinkerriemchen sind vor allem für die wärmetechnische Sanierung von Fassaden empfehlenswert, wenn kein zusätzliches Fundament errichtet werden kann und Dachvorstände nicht verlängert werden sollen. Dabei können auch Türen und Fenster in ihrer ursprünglichen Form erhalten bleiben.

Die Anwendung von Klinkerriemchen als Außenwandbekleidung zur nachträglichen Wärmedämmung von Fassaden ist in Norm DIN 185151, Teil 1 [6] geregelt. Bei Anwendung von Klinkerriemchen auf Wärmedämmschichten zur Fassadensanierung sind die dortigen Bestimmungen und Ausführungshinweise zu beachten.

Klinkerriemchen können auch als abschließende Deckschicht von Wärmedämmverbundsystemen (WDVS) statt einer Putzschicht zum Einsatz kommen. Die Anwendung von WDVS in Verbindung mit Klinkeriemchen bedarf jedoch einer Zulassung durch staatlich anerkannte Prüfinstitute. In der Zulassung werden die einzelnen Komponenten des WDVS festgelegt. Es gibt bereits zahlreiche WDVS-Anbieter, die ihre Produktpalette mit Klinkerriemchen als Deckschicht erweitert haben (z. B.: Quickmix, Fa. Caparol, Fa. Sto., Fa. Aselco usw.).

WDVS mit Klinkerriemchen stellen wegen der hervorragenden physikalischen Eigenschaften des keramischen Materials als Abschlussschicht eine Alternative für wärmetechnische Sanierung von Fassaden mit Sichtmauerwerk dar. WDVS mit Klinkerriemchen als abschließende Deckschicht werden wegen der höheren Alterungsresistenz und der besseren Widerstandsfähigkeit gegen Schlagregen in steigendem Maße für die Bekleidung von Fassaden eingesetzt. Klinkerriemchen eröffnen den Architekten und Planern zusätzliche Möglichkeiten zur Fassadengestaltung, ohne auf die Vorzüge eines Ziegelsichtmauerwerks verzichten zu müssen (Bild 10 und 11).


© ZWM/KopfKunst

Bild 10: Hochwertige Klinkerriemchen ermöglichen die Realisierung
anspruchsvoller Fassadenkonzepte.

Bild 10: Hochwertige Klinkerriemchen ermöglichen die Realisierung anspruchsvoller Fassadenkonzepte.
© Feldhaus-Klinker

Bild 11: Die dunkelblau glasierten
Klinkerriemchen bedeuten perfekten
Schutz und garantierte Wertbeständigkeit mit der unverwechselbar
zeitlosen Ästhetik.

Bild 11: Die dunkelblau glasierten Klinkerriemchen bedeuten perfekten Schutz und garantierte Wertbeständigkeit mit der unverwechselbar zeitlosen Ästhetik.
© Feldhaus-Klinker

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7.5.5 Sanierung mit WDVS und Riemchenbekleidung