2.4.7 Horizontale Dehnungsfugen

Horizontale Dehnungsfugen

In der Außenschale sind horizontale Dehnungsfugen stets unter Abfangungen anzuordnen. Voraussetzung für die Ausbildung einer funktionsfähigen Dehnungsfuge ist ein genügend großer Zwischenraum zwischen Abfangung und der darunter liegenden Verblendschale, damit die vertikale Formänderung der Außenschale spannungsfrei aufgenommen werden kann (s. Bild 8).

Außenschalen von 115 mm Dicke sollen in Höhenabständen von etwa 12 m abgefangen werden. Sie dürfen bis zu 25 mm über ihr Auflager vorstehen. Ist die 115 mm dicke Außenschale nicht höher als zwei Geschossse oder wird sie alle zwei Geschosse abgefangen, dann darf sie bis zu einem Drittel ihrer Dicke über ihr Auflager vorstehen.

Bild 8: Außenschalen (Verblendschalen), Anordnung der horizontalen
Dehnungsfuge.

Bild 8: Außenschalen (Verblendschalen), Anordnung der horizontalen Dehnungsfuge.
© Schubert

Attika-Verblendanker

Bei Horizontalfugen empfiehlt sich die Anordnung einer Sollbruchstelle durch Einlegen einer Gleitfolie. Außen ist diese als Bewegungsfuge auszubilden. Die Fuge wird entbehrlich durch Attika-Verblendanker. Überhaupt fungieren alle wasserundurchlässigen Sperrschichten durch Verlegung in einem Mörtelbett bis Vorderkante Vormauerschale als Gleitschicht zur Aufnahme horizontaler Bewegungen.

Attika-Ausbildung
mit Horizontalfuge (links), Flachdachanschluss
mit Attika-Verblendanker (rechts)

Attika-Ausbildung mit Horizontalfuge (links), Flachdachanschluss mit Attika-Verblendanker (rechts)

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2.4.6 Vertikale Dehnungsfugen

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2.5.1 Mörtel und Zusätze