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3.1.1 Verschärfung der Anforderungen

Verschärfungen der Haupt- und Nebenanforderungen

Heutige Bauvorhaben müssen Anforderungen der EnEV und des EEWärmeG berücksichtigen. Die aktuelle Energieeinsparverordnung trat am 1. Mai 2014 beziehungsweise am 1. Januar 2016 in Kraft.

 

Auf Grundlage der Meseberger Beschlüsse aus dem Jahr 2007 war der Verordnungsgeber gehalten, nach einer Verschärfung der energetischen Anforderungen von 30 % im Zuge der EnEV-Novelle 2009 erneut Anforderungsverschärfungen von ungefähr 30 % abzubilden.

 

Zusätzlich gilt das Erneuerbare-Energien-Wärmegesetz (EEWärmeG), welches den Einsatz von erneuerbaren Energien fordert oder energetische Ersatzmaßnahmen verlangt. Die seit dem 1. Januar 2016 gültige Energieeinsparverordnung regelt sowohl unmittelbar einige energierelevante Aspekte neu, als auch die wesentlichen Verschärfungen des baulichen Wärmeschutzes.

 

Langfristige Zielsetzung ist eine Reduzierung der CO2-Emissionen, um mindestens 20 % und eine deutliche Verbesserung der Energieeffizienz zu erreichen. Die Hauptanforderung an Wohngebäude ist der einzuhaltende Primärenergiebedarf der Wärmebereitstellung für Warmwasser, Heizung und Kühlung. Diese Forderung besteht seit der EnEV 2002. Der zulässige Primärenergiebedarf ist vom Energiebedarf des berechneten Referenzgebäudes abhängig.

 

Die Vision für die Zukunft ist, bis 2050 klimaneutrale Gebäude zu errichten.

Fritz-Höger-Preis 2017,
Hessenwaldschule in Weiterstadt,
wulf architekten

Fritz-Höger-Preis 2017, Hessenwaldschule in Weiterstadt, wulf architekten
© Brigida González

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Novelle des Energieeinsparungsgesetzes

Das EnEG setzt die Rahmenbedingungen für die EnEV fest. Am 13. Juli 2013 ist das 4. Gesetz zur Änderung der Energieeinsparung in Kraft getreten. Fest verankert ist die Grundpflicht zur Errichtung von Neubauten nach einem bisher noch nicht quantifizierten Niedrigstenergiegebäudestandard.

 

Zudem fungiert das EnEG als Berechtigungsgrundlage für weitere Novellierungen in der neuen EnEV 2014/16, wie beispielsweise die neuen Pflicht- angaben in Immobilienanzeigen.

 

Im Vordergrund steht hierbei sowohl der Schutz der Gebäudenutzer vor zu hohen Raumlufttemperaturen als auch eine Vermeidung von Maßnahmen zur Klimatisierung von Räumen.

 

Die Verwendung von Ziegel-Vormauerschalen garantiert i. d. R. eine Einhaltung der Anforderungen des sommerlichen Wärmeschutzes und trägt nicht zuletzt zu einem angenehmen Raumklima bei.

Weitere Neuerungen

Im Rahmen der EnEV 2014/2016 kam es zu einigen weiteren Neuerungen. So müssen in Immobilienanzeigen die Energiekennwerte angegeben werden. In den Energieausweisen werden Energieeffizienzklassen eingeführt; sie reichen von A+ bis H auf der Skala des Energieausweises.

 

Weiterhin müssen Modernisierungsempfehlungen in die Energieausweisformulare integriert werden. Ebenfalls obligatorisch sind die Angabe des Anteils an erneuerbaren Energien sowie die Aufnahme von Kennwerten in Verbrauchsausweisen für Wohngebäude und das dreistufige Kontrollsystem für Energieausweise.

 

Hinweis: Um einen Energieausweis zu erstellen, ist die energetische Bewertung von Bauteilen entscheidend.

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2.5.5 Fassaden

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3.2.1 U-Werte und Transmissionswärmeverluste