4.5.1-2 Anschlusspunkt Dach

4.5.1 Anschlusspunkt Dach

Der dargestellte Anschlusspunkt ist im Hinblick auf Übereinstimmung mit geltenden Normen oder sonstigen Bestimmungen bzw. Erfordernissen entsprechend dem Stand der Technik vom Anwender unbedingt objektbezogen und eigenverantwortlich zu überprüfen! 

Bemessungswerte der Wärmeleitfähigkeit 
Innenschale: 0,21 bis 0,99 W(m·K) Für λ= 0,21 bzw. 0,33, Schale des Ringbalkens: λ= 0,42 W/(m·K)
Außenschale: 0,87 W/(m·K)
Stahlbeton: 2,10 W/(m·K)

Wärmedämmstoff: 0,04 W/(m·K)
 

Minimale Oberflächentemperaturen θsi in Abhängigkeit von der Wärmeleitfähigkeit der Innenschale
λ = 0,21 W(m·K) 
λ = 0,33 W(m·K)

θsi = 18,5 °C 
θsi = 18,6 °C

λ = 0,54 W(m·K) 
λ = 0,99 W(m·K)

θsi = 18,6 °C
θsi = 18,6 °C 

Randbedingungen für die Ermittlung der minimalen Oberflächentemperaturen DIN 4108-2: 2003-07 
Innenlufttemperatur: 20 °C
Außenlufttemperatur: -5 °C
Wärmeübergangswiderstand innen: 0,25 m2·K/W
Wärmeübergangswiderstand außen: 0,04 m2·K/W


© Horschler/Pohl

Außenwand an geneigtes Dach (Traufe)/Dicke der Wärmedämmschicht d = 10 cm

Wärmedämmkonzept
Die unterhalb der Sparren vorgesehene Wärmedämmschicht minimiert in der Dachfläche die Wärmebrückenwirkung der Sparren.

Die Durchstoßung der Sparren durch die Außenwand stellt ebenfalls eine Wärmebrücke dar, diese kann bei dem Baustoff Holz vernachlässigt werden.

Beim in DIN 4108 Bbl 2 dargestellten Konstruktionsprinzip mit der Bezeichnung Bild 85 ist eine Wärmedämmschicht auch auf der Innenseite der Pfette dargestellt. Auf diese Wärmedämmschicht wurde hier verzichtet. Es ist darauf zu achten, dass Hohlräume im Bereich der Pfette mit Wärmedämmstoff verschlossen werden.

In DIN 4108 Bbl 2 ist dargestellt, dass die Wärmedämmschichten des geneigten Dachs und der zweischaligen Wand möglichst ohne eine Reduzierung der Dicken miteinander verbunden werden sollten.

Für den Fall, dass für den Anschlusspunkt mindestens die Wärmeleitfähigkeiten, welche in der Legende angegeben sind, zugrunde gelegt werden, und die Wärmedämmschichten ohne eine Reduzierung der Dicken miteinander verbunden sind, entspricht dieser Anschlusspunkt der energetischen Qualität des Konstruktionsprinzips Bild 85. Ein Gleichwertigkeitsnachweis kann unter o. a. Bedingungen hier entfallen.

Dichtheitskonzepte
Die Energieeinsparverordnung räumt dem Aspekt der Gebäudedichtheit einen relativ großen Stellenwert im Nachweisverfahren ein. Hierbei darf die Luftwechselrate von „n“ 0,7 h-1 auf 0,6 h-1 reduziert werden, wenn der Nachweis der Gebäudedichtheit erbracht wird, d. h. der jeweils geforderte Grenzwert bei der messtechnischen Überprüfung (siehe Ab - schnitt 3.8.1) nicht überschritten wird.

Aus diesem Grund sind sowohl für die Regelflächen der Außenbauteile als auch für die Anschlusspunkte spezielle Maßnahmen zur Sicherstellung der Gebäudedichtheit erforderlich.

Luftdichtheit: Für die Innenschale ist ein Nassputz, bzw. Fugenglattstrich erforderlich. In Bereichen von Bohrungen für ELT-Installationen (z. B. Steckdosen) sind ggf. flankierende Maßnahmen (z. B. Gipsspachtel im Bereich der Bohrungen) erforderlich.

Diese Forderung bezieht sich sinngemäß auch auf mehrschalige Leichtbauwände, die an die Innenschale, aber auch an das geneigte Dach anschließen können.

Winddichtheit: Sie wird durch die Außenschale und die Wärmedämmstoffplatten sichergestellt. Es wird empfohlen, den Wärmedämmstoff hohlraumfrei auf die Innenschale einzubauen, Wärmedämmstoffplatten dicht aneinander zu stoßen, oder durch flankierende Maßnahmen sicherzustellen, dass sich keine Rotationsströmung um den Wärmedämmstoff herum ausbilden kann, siehe auch DIN EN ISO 6946, Anhang D und E.

Diese Forderung gilt auch für den Einbau von Wärmedämmschichten zwischen und unter den Sparren. Die DIN 1053 Teil 1 weist in Abschnitt 8.4.3.4 „Zweischalige Außenwände mit Kerndämmung“ darauf hin, wie der Einbau der verschiedenen Dämmstoffarten zu erfolgen hat.

Dach
Luftdichtheit:
In der Fläche wird diese durch eine Holzwerkstoffplatte und eine Folie sichergestellt.

Winddichtheit: Die Winddichtheit wird durch eine diffusionsoffene Unterspannbahn gewährleistet.

Anschluss: Außenwand – geneigtes Dach Luftdichtheit:
Die luftdichte Schicht des geneigten Daches, die Folie, wird hier auf die Innenschale geführt, mit einem Putzträger versehen und mit der luftdichten Schicht der Außenwand (Nassputz) verbunden.

Winddichtheit: Die Winddichtheit im Durchstoßpunkt Sparren / Außenschale wird durch den Einbau eines vorkomprimierten Dichtbandes sichergestellt. Diese Maßnahme ist um die Sparren herum und auch zwischen Außenschale und eingepasster Holzwerkstoffplatte auszuführen.

4.5.2 Anschlusspunkt Dach

Der dargestellte Anschlusspunkt ist im Hinblick auf Übereinstimmung mit geltenden Normen oder sonstigen Bestimmungen bzw. Erfordernissen entsprechend dem Stand der Technik vom Anwender unbedingt objektbezogen und eigenverantwortlich zu überprüfen! 

Bemessungswerte der Wärmeleitfähigkeit 
Innenschale: 0,21 bis 0,99 W(m·K) Für λ= 0,21 bzw. 0,33, Schale des Ringbalkens: λ= 0,42 W/(m·K)
Außenschale: 0,87 W/(m·K)
Stahlbeton: 2,10 W/(m·K)

Wärmedämmstoff: 0,04 W/(m·K)
 

Minimale Oberflächentemperaturen θsi in Abhängigkeit von der Wärmeleitfähigkeit der Innenschale
λ = 0,21 W(m·K) 
λ = 0,33 W(m·K)

θsi = 15,2 °C 
θsi = 15,4 °C

λ = 0,54 W(m·K) 
λ = 0,99 W(m·K)

θsi = 15,6 °C
θsi = 15,9 °C 

Randbedingungen für die Ermittlung der minimalen Oberflächentemperaturen DIN 4108-2: 2003-07 
Innenlufttemperatur: 20 °C
Außenlufttemperatur: -5 °C
Wärmeübergangswiderstand innen: 0,25 m2·K/W
Wärmeübergangswiderstand außen: 0,04 m2·K/W


© Horschler/Pohl

Außenwand an geneigtes Dach (Ortgang)/Dicke der Wärmedämmschicht d = 10 cm

Wärmedämmkonzept
Die unterhalb der Sparren vorgesehene Wärmedämmschicht minimiert in der Dachfläche die Wärmebrückenwirkung der Sparren. Die Durchstoßung der Stichsparren durch die Außenwand stellt ebenfalls eine Wärmebrücke dar, diese kann bei dem Baustoff Holz vernachlässigt werden. Im Anschlussbereich zwischen geneigtem Dach und Außenwand ergibt sich immer eine stofflich-geometrische Wärmebrücke. Die Wirkung dieser Wärmebrücke kann sehr deutlich minimiert werden durch die Anordnung einer Wärmedämmschicht auf der Mauerkrone, Maß x. Der Bereich zwischen dem Sparren und der Innenschale, und auch der Bereich über der Innenschale (Wärmedämmschicht auf der Mauerkrone), ist hierzu mit Wärmedämmstoff lückenlos auszufüllen. In Anlehnung an das in DIN 4108 Bbl 2 dargestellte Konstruktionsprinzip mit der Bezeichnung Bild 83 wird zur Minimierung der Wärmebrückenwirkung vorgeschlagen, auf der Mauerkrone der Innenschale und zwischen dem Sparren und der Wand jeweils eine Wärmedämmschicht mit der Dicke d ≥ 6 cm vorzusehen. Gewählt wurde hier eine Dicke der Wärmedämmschicht auf der Mauerkrone mit d = 14 cm, Maß x. Diese Maßnahme ist auch im Bereich der in die Dachfläche einbindenden Innenwände vorzusehen. Es sind brand- und schallschutztechnische Anforderungen unbedingt zu beachten.

Der geforderte Ψ-Wert gemäß DIN 4108 Bbl 2 beträgt: Ψ ≤ 0,06 W/(m·K). Für den Fall, dass für den Anschlusspunkt mindestens die Wärmeleitfähigkeiten, welche in der Legende angegeben sind, zugrunde gelegt werden, entspricht dieser Anschlusspunkt der energetischen Qualität des Konstruktionsprinzips Bild 83.

Dichtheitskonzepte
Die Energieeinsparverordnung räumt dem Aspekt der Gebäudedichtheit einen relativ großen Stellenwert im Nachweisverfahren ein. Hierbei darf die Luftwechselrate von „n“ 0,7 h-1 auf 0,6 h-1 reduziert werden, wenn der Nachweis der Gebäudedichtheit erbracht wird, d. h. der jeweils geforderte Grenzwert bei der messtechnischen Überprüfung (siehe Abschnitt 3.8.1) nicht überschritten wird.

Aus diesem Grund sind sowohl für die Regelflächen der Außenbauteile als auch für die Anschlusspunkte spezielle Maßnahmen zur Sicherstellung der Gebäudedichtheit erforderlich.

Luftdichtheit: Für die Innenschale ist ein Nassputz, bzw. Fugenglattstrich erforderlich. In Bereichen von Bohrungen für ELT-Installationen (z. B. Steckdosen) sind ggf. flankierende Maßnahmen (z. B. Gipsspachtel im Bereich der Bohrungen) erforderlich.

Diese Forderung bezieht sich sinngemäß auch auf mehrschalige Leichtbauwände, die an die Innenschale, aber auch an das geneigte Dach anschließen können.

Winddichtheit: Sie wird durch die Außenschale und die Wärmedämmstoffplatten sichergestellt. Es wird empfohlen, den Wärmedämmstoff hohlraumfrei auf die Innenschale einzubauen, Wärmedämmstoffplatten dicht aneinander zu stoßen, oder durch flankierende Maßnahmen sicherzustellen, dass sich keine Rotationsströmung um den Wärmedämmstoff herum ausbilden kann, siehe auch DIN EN ISO 6946, Anhang D und E. Diese Forderung gilt auch für den Einbau von Wärmedämmschichten zwischen und unter den Sparren. Die DIN 1053 Teil 1 weist in Abschnitt 8.4.3.4 „Zweischalige Außenwände mit Kerndämmung“ darauf hin, wie der Einbau der veschiedenen Dämmstoffarten zu erfolgen hat.

Dach
Luftdichtheit:
In der Fläche wird diese durch eine Holzwerkstoffplatte und eine Folie sichergestellt. In dem Hohlraum zwischen Folie bzw. Holzwerkstoffplatte und innerer Bekleidung kann die Elektroinstallation geführt werden, ohne die luftdichte Schicht zu zerstören. Winddichtheit: Die Winddichtheit wird durch eine diffusionsoffene Unterspannbahn gewährleistet.

Anschluss: Giebelwand – geneigtes Dach Luftdichtheit: Die luftdichte Schicht des geneigten Daches, die Folie, wird hier auf die Innenschale geführt, mit einem Putzträger versehen und mit der luftdichten Schicht der Innenschale (Nassputz) verbunden.

Winddichtheit: Die Winddichtheit im Durchstoßpunkt Stichsparren / Außenschale wird durch den Einbau eines vorkomprimierten Dichtbandes sichergestellt. Diese Maßnahme ist um die Sparren herum und auch zwischen Außenschale und eingepasster Holzwerkstoffplatte auszuführen.

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