4.6.1-3 Anschlusspunkt Sockel

4.6.1 Anschlusspunkt Sockel

Der dargestellte Anschlusspunkt ist im Hinblick auf Übereinstimmung mit geltenden Normen oder sonstigen Bestimmungen bzw. Erfordernissen entsprechend dem Stand der Technik vom Anwender unbedingt objektbezogen und eigenverantwortlich zu überprüfen! 

Bemessungswerte der Wärmeleitfähigkeit 
Innenschale: 0,21 bis 0,99 W(m·K)
Außenschale: 0,87 W/(m·K)
Stahlbeton: 2,10 W/(m·K)
Wärmedämmstoff: 0,04 W/(m·K)
Spezielle Steinschicht (Maßnahme q): 0,21 W/(m·K) 

Minimale Oberflächentemperaturen θsi in Abhängigkeit von der Wärmeleitfähigkeit der Innenschale
λ = 0,21 W(m·K) 
λ = 0,33 W(m·K)

Ψ = 0,01 W(m·K)
Ψ = 0,02 W(m·K)

θsi = 16,9 °C 
θsi = 16,7 °C

λ = 0,54 W(m·K) 
λ = 0,99 W(m·K)
 

Ψ = 0,04 W(m·K)
Ψ = 0,06 W(m·K)

θsi = 16,5 °C
θsi = 16,4 °C 

Randbedingungen für die Ermittlung der minimalen Oberflächentemperaturen DIN 4108-2: 2003-07 und der DIN 4108 Bbl 2: 2004-01 
Innenlufttemperatur: 20 °C
Außenlufttemperatur: -5 °C
Unbeheizter Keller: 10 °C
Wärmeübergangswiderstand innen: 0,25 m2·K/W
Wärmeübergangswiderstand außen: 0,04 m2·K/W

Im Hinblick auf die Anordnung, die anzuwendenden Baustoffe und die Ausführung von Sperr schichten sind DIN 1053 und DIN 18195 zu beachten.

Im Hinblick auf die Anordnung, die anzuwendenden Baustoffe und die Ausführung von Sperr schichten sind DIN 1053 und DIN 18195 zu beachten.
© Horschler/Pohl

Kellerwand - Kellerdecke - Außenwand/Wärmedämmschichtdicke d = 14 cm/Wärmedämmschicht ober- und unterhalb der Kellerdecke/Keller nicht beheizt

Wärmedämmkonzept
Die Wärmedämmschicht im Bereich der Decke zum nicht beheizten Keller ist oberhalb (Trittschalldämmschicht) und unterhalb (Wärmedämmschicht) der Kellerdecke angeordnet. Die erste Steinschicht unterhalb der Kellerdecke lässt keine Verbindung mit der Kerndämmschicht und der Wärmedämmschicht unter der Kellerdecke zu, so dass ein geschlossener Zug der Wärmedämmschichten nicht möglich ist.

Diese Situation stellt eine stofflich-geometrische Wärmebrücke dar, deren Wirkung ist abhängig von den Dicken der Stoffschichten, deren Wärmeleitfähigkeiten und der Einbindetiefe der Kerndämmschicht (Maß y).

In Anlehnung an das in DIN 4108 Bbl 2 dargestellte Konstruktionsprinzip, wird zur Minimierung der Wärmebrückenwirkung vorgeschlagen, eine Einbindetiefe der Kerndämmschicht, bezogen auf die Unterkante Kellerdecke, von etwa 12,5 cm und eine Dicke der Kerndämmschicht von d = 14 cm vorzusehen.

Weiterhin wird empfohlen, eine spezielle erste Schicht unterhalb der Kellerdecke aus Steinmaterial mit geringer Wärmeleitfähigkeit, λ=0,21 W/(m · K), Steinhöhe 11,3 cm, Maßnahme (q), anzuordnen.

Anmerkung: Diese Maßnahme sollte sinngemäß aus Gründen eines energiesparenden Wärmeschutzes und eines erhöhten feuchteschutztechnischen Niveaus auch im Anschlussbereich von Kellerinnenwänden an die Kellerdecke vorgesehen werden.

Der geforderte Ψ-Wert gemäß DIN 4108 Bbl 2 beträgt: Ψ ≤ 0,19 W/(m·K). Für den Fall, dass für die Bauteilschichten mindestens die Wärmeleitfähigkeiten, welche in der Legende angegeben sind, zugrunde gelegt werden, entspricht dieser Anschlusspunkt der energetischen Qualität des Konstruktionsprinzips in DIN 4108 Bbl 2 Bild 34.

Dichtheitskonzepte
Die Energieeinsparverordnung räumt dem Aspekt der Gebäudedichtheit einen relativ großen Stellenwert im Nachweisverfahren ein. Hierbei darf die Luftwechselrate von „n“ 0,7 h-1 auf 0,6 h-1 reduziert werden, wenn der Nachweis der Gebäudedichtheit erbracht wird, d. h. der jeweils geforderte Grenzwert bei der messtechnischen Überprüfung (siehe Abschnitt 3.8.1) nicht überschritten wird.

Aus diesem Grund sind sowohl für die Regelflächen der Außenbauteile als auch für die Anschlusspunkte spezielle Maßnahmen zur Sicherstellung der Gebäudedichtheit erforderlich.

Luftdichtheit: Für die Innenschale ist ein Nassputz, bzw. Fugenglattstrich erforderlich. In Bereichen von Bohrungen für ELT-Installationen (z. B. Steckdosen) sind ggf. flankierende Maßnahmen (z. B. Gipsspachtel im Bereich der Bohrungen) erforderlich.

Diese Forderung bezieht sich sinngemäß auch auf mehrschalige Leichtbauwände, die an die Innenschale anschließen können.

Winddichtheit: Sie wird durch die Außenschale und z. B. durch einen zweilagigen Einbau von Wärmedämmstoffplatten mit versetzten Stößen sichergestellt. Die DIN 1053 Teil 1 weist in Abschnitt 8.4.3.4 „Zweischalige Außenwände mit Kerndämmung“ darauf hin, wie der Einbau der verschiedenen Dämmstoffarten zu erfolgen hat. Es wird empfohlen, den Wärmedämmstoff hohlraumfrei auf die Innenschale einzubauen, Wärmedämmstoffplatten dicht aneinander zu stoßen, oder durch flankierende Maß nahmen sicherzustellen, dass sich keine Rotationsströmung um den Wärmedämmstoff herum ausbilden kann, siehe auch DIN EN ISO 6946, Anhang D und E.

Sonstiges
Aus Gründen der Frostsicherheit des nicht beheizten Kellers kann zusätzlich außen eine Perimeterdämmschicht bis in eine Tiefe von etwa 1,0 m eingebaut werden.

4.6.2 Anschlusspunkt Sockel

Der dargestellte Anschlusspunkt ist im Hinblick auf Übereinstimmung mit geltenden Normen oder sonstigen Bestimmungen bzw. Erfordernissen entsprechend dem Stand der Technik vom Anwender unbedingt objektbezogen und eigenverantwortlich zu überprüfen! 

Bemessungswerte der Wärmeleitfähigkeit 
Innenschale: 0,21 bis 0,99 W(m·K)
Außenschale: 0,87 W/(m·K)
Stahlbeton: 2,10 W/(m·K)
Wärmedämmstoff: 0,04 W/(m·K)
Spezielle Steinschicht (Maßnahme q): 0,21 W/(m·K) 

Minimale Oberflächentemperaturen θsi in Abhängigkeit von der Wärmeleitfähigkeit der Innenschale
λ = 0,21 W(m·K) 
λ = 0,33 W(m·K)

Ψ = 0,07 W(m·K)
Ψ = 0,08 W(m·K)

θsi = 18,7 °C 
θsi = 18,6 °C

λ = 0,54 W(m·K) 
λ = 0,99 W(m·K)
 

Ψ = 0,08 W(m·K)
Ψ = 0,10 W(m·K)

θsi = 18,6 °C
θsi = 18,6 °C 

Randbedingungen für die Ermittlung der minimalen Oberflächentemperaturen DIN 4108-2: 2003-07 und der DIN 4108 Bbl 2: 2004-01 
Innenlufttemperatur: 20 °C
Außenlufttemperatur: -5 °C
Unbeheizter Keller: 10 °C
Wärmeübergangswiderstand innen: 0,25 m2·K/W
Wärmeübergangswiderstand außen: 0,04 m2·K/W

Im Hinblick auf die Anordnung, die anzuwendenden Baustoffe und die Ausführung von Sperr schichten sind DIN 1053 und DIN 18195 zu beachten.

Im Hinblick auf die Anordnung, die anzuwendenden Baustoffe und die Ausführung von Sperr schichten sind DIN 1053 und DIN 18195 zu beachten.
© Horschler/Pohl

Kellerwand - Kellerdecke - Außenwand/Wärmedämmschichtdicke d = 14 cm/Keller beheizt

Wärmedämmkonzept
Die Außenschale lässt keine Verbindung zwischen Kerndämmschicht und Perimeterdämmschicht zu; ein geschlossener Zug der Wärmedämmschichten ist somit nicht möglich. Diese Situation stellt eine stofflich-geometrische Wärmebrücke dar, deren Wirkung ist abhängig von den Dicken der Stoffschichten, deren Wärmeleitfähigkeiten und der Einbindetiefe der Kerndämmschicht im Bereich der Außenschale und dem Überdeckungsmaß der Kerndämmung bezogen auf die im Erdreich befindliche Perimeter dämmschicht (Maß y), Variante.

In Anlehnung an das in DIN 4108 Bbl 2 dargestellte Konstruktionsprinzip wird zur Minimierung der Wärmebrückenwirkung vorgeschlagen, eine Einbindetiefe der Kerndämmschicht, bezogen auf die Oberkante Kellerdecke, von etwa 16,6 cm vorzusehen.

Weiterhin wird empfohlen, eine spezielle erste Schicht unterhalb der Kellerdecke aus Steinmaterial mit geringer Wärmeleitfähigkeit, λ = 0,21 W/(m · K), Steinhöhe 11,3 cm, Maßnahme (q), anzuordnen. Die Maßnahme (q) ist aus tragwerkstechnischer Sicht zu überprüfen. Alternativ kann die Einbindetiefe der Kerndämmschicht bezogen auf die im Erdreich befindliche Perimeterdämmschicht erhöht werden. In der Variante wurde das Maß y mit einer Höhe von h = 25 cm und einer Dicke d = 14 cm gewählt.

Der geforderte Ψ-Wert gemäß DIN 4108 Bbl 2 beträgt: Ψ ≤ 0,22 W/(m·K). Für den Fall, dass für die Bauteilschichten mindestens die Wärmeleitfähigkeiten, welche in der Legende angegeben sind, zugrunde gelegt werden, entsprechen die beiden Anschlussvarianten der energetischen Qualität des Konstruktionsprinzips in DIN 4108 Bbl 2 Bild 32.

Dichtheitskonzepte
Die Energieeinsparverordnung räumt dem Aspekt der Gebäudedichtheit einen relativ großen Stellenwert im Nachweisverfahren ein. Hierbei darf die Luftwechselrate von „n“ 0,7 h-1 auf 0,6 h-1 reduziert werden, wenn der Nachweis der Gebäudedichtheit erbracht wird, d. h. der jeweils geforderte Grenzwert bei der messtechnischen Überprüfung (siehe Abschnitt 3.8.1) nicht überschritten wird. Aus diesem Grund sind sowohl für die Regelflächen der Außenbauteile als auch für die Anschlusspunkte spezielle Maßnahmen zur Sicherstellung der Gebäudedichtheit erforderlich.

Luftdichtheit: Für die Innenschale ist ein Nassputz, bzw. Fugenglattstrich erforderlich. In Bereichen von Bohrungen für ELT-Installationen (z. B. Steckdosen) sind ggf. flankierende Maßnahmen (z. B. Gipsspachtel im Bereich der Bohrungen) erforderlich.

Diese Forderung bezieht sich sinngemäß auch auf mehrschalige Leichtbauwände, die an die Innenschale anschließen können.

Winddichtheit: Sie wird durch die Außenschale und z. B. durch einen zweilagigen Einbau von Wärmedämmstoffplatten mit versetzten Stößen sichergestellt. Die DIN 1053 Teil 1 weist in Abschnitt 8.4.3.4 „Zweischalige Außenwände mit Kerndämmung“ darauf hin, wie der Einbau der verschiedenen Dämmstoffarten zu erfolgen hat. Es wird empfohlen, den Wärmedämmstoff hohlraumfrei auf die Innenschale einzubauen, Wärmedämmstoffplatten dicht aneinander zu stoßen, oder durch flankierende Maßnahmen sicherzustellen, dass sich keine Rotationsströmung um den Wärmedämmstoff herum ausbilden kann, siehe auch DIN EN ISO 6946, Anhang D und E.

Sonstiges
Regenwasser, das auf der äußeren Oberfläche der Außenschale herabläuft, beansprucht den oberen Anschluss: Perimeterdämmschicht an Außenschale. Da diese Dämmschicht selten hohlraumfrei auf die Kellerwand aufgebracht werden kann, besteht die Gefahr, dass über eindringendes Wasser zusätzlich zur Feuchtigkeitsbeanspruchung der vertikalen Sperrschicht (schwach drückendes Wasser) eine massestrombedingte Wärmebrückenwirkung entsteht.

Zur Vermeidung der Problemstellung wird eine Abdichtung dieses Anschlusspunktes vorgeschlagen, und zwar Fortführung der Sperrschicht zur Fußpunktentwässerung über die angeschrägte Perimeterdämmschicht hinaus, oder eine separat hergestellte Abdichtung aus Spachtelmasse mit eingelegter Armierung. Siehe hierzu auch die Ausführung in DIN 4108-2: 2003-07: „Langanhaltendes Stauwasser oder drückendes Wasser ist im Bereich der Dämmschicht zu vermeiden. Die Dämmplatten müssen dicht gestoßen im Verband verlegt werden und eben auf dem Untergrund aufliegen“, sowie die Hinweise aus den Allgemeinen Bauaufsichtlichen Zulassungen für den jeweiligen Anwendungsfall.

4.6.3 Anschlusspunkt Sockel

Der dargestellte Anschlusspunkt ist im Hinblick auf Übereinstimmung mit geltenden Normen oder sonstigen Bestimmungen bzw. Erfordernissen entsprechend dem Stand der Technik vom Anwender unbedingt objektbezogen und eigenverantwortlich zu überprüfen! 

Bemessungswerte der Wärmeleitfähigkeit 
Innenschale: 0,21 bis 0,99 W(m·K)
Außenschale: 0,87 W/(m·K)
Stahlbeton: 2,10 W/(m·K)
Wärmedämmstoff: 0,04 W/(m·K)
Spezielle Steinschicht (Maßnahme q): 0,21 W/(m·K) 

Minimale Oberflächentemperaturen θsi in Abhängigkeit von der Wärmeleitfähigkeit der Innenschale
λ = 0,21 W(m·K) 
λ = 0,33 W(m·K)

Ψ = -0,05 W(m·K)
Ψ = -0,05 W(m·K)

θsi = 15,2 °C 
θsi = 15,2 °C

λ = 0,54 W(m·K) 
λ = 0,99 W(m·K)
 

Ψ = -0,02 W(m·K)
Ψ = -0,01 W(m·K)

θsi = 15,2 °C
θsi = 15,4 °C 

Randbedingungen für die Ermittlung der minimalen Oberflächentemperaturen DIN 4108-2: 2003-07 und der DIN 4108 Bbl 2: 2004-01 
Innenlufttemperatur: 20 °C
Außenlufttemperatur: -5 °C
Erdreich: 5 °C
Wärmeübergangswiderstand innen: 0,25 m2·K/W
Wärmeübergangswiderstand außen: 0,04 m2·K/W

Im Hinblick auf die Anordnung, die anzuwendenden Baustoffe und die Ausführung von Sperrschichten sind DIN 1053 und DIN 18195 zu beachten.

Im Hinblick auf die Anordnung, die anzuwendenden Baustoffe und die Ausführung von Sperrschichten sind DIN 1053 und DIN 18195 zu beachten.
© Horschler/Pohl

Außenwand - Fundamentplatte/Wärmedämmschichtdicke d = 14 cm/Wärmedämmschicht auf der Sohlplatte

Wärmedämmkonzept
Die Wärmedämmschicht ist hier auf der Sohlplatte angeordnet; die Innenschale lässt keine Verbindung mit der Kerndämmschicht zu, ein geschlossener Zug der Wärmedämmschichten ist somit nicht möglich. Diese Situation stellt daher eine stofflich-geometrische Wärmebrücke dar, deren Wirkung ist abhängig von den Dicken der Stoffschichten, deren Wärmeleitfähigkeiten, der Einbindetiefe der Kerndämmschicht im Bereich des Fundament es bezogen auf die Oberkante der Fundamentplatte und einer zusätzlichen Randdämmung im Bereich des Fundamentes (Perimeterdämmung).

Zur Minimierung der Wärmebrückenwirkung wird vorgeschlagen, eine Einbindetiefe der Kerndämmschicht bezogen auf die Oberkante Fundamentplatte von mindestens 12,5 cm vorzusehen (Maß y). Die Dicke der Kerndämmschicht sollte 14 cm betragen.

Weiterhin ist zusätzlich eine spezielle erste Schicht im Bereich der Innenschale auf der Fundamentplatte aus Steinmaterial mit geringer Wärmeleitfähigkeit, z. B. λ = 0,21 W/(m·K), Steinhöhe 11,3 cm, Maßnahme (q), angeordnet.

Anmerkung: Diese Maßnahme sollte sinngemäß aus Gründen eines energiesparenden Wärmeschutzes und eines erhöhten feuchteschutztechnischen Niveaus auch im Anschlussbereich von Innenwänden an die Fundamentplatte vorgesehen werden.

Eine zusätzlich außen angeordnete Randdämmung führt zu einer weiteren Minimierung der Wärmebrückenwirkung. Für den Fall, dass eine höhere Oberflächentemperatur θsi, als in der Tabelle angegeben, gewünscht wird, wird der Einbau einer Randdämmung empfohlen (Erhöhung der Oberflächentemperatur um rund 0,5 °C).

Der geforderte Ψ-Wert gemäß DIN 4108 Bbl 2 beträgt: Ψ ≤ 0,10 W/(m·K). Für den Fall, dass für die Bau teilschichten mindestens die Wärmeleitfähigkeiten, welche in der Legende angegeben sind, zugrunde gelegt werden, entspricht dieser Anschlusspunkt der energetischen Qualität des Konstruktionsprinzips in DIN 4108 Bbl 2 Bild 16.

Dichtheitskonzepte
Die Energieeinsparverordnung räumt dem Aspekt der Gebäudedichtheit einen relativ großen Stellenwert im Nachweisverfahren ein. Hierbei darf die Luftwechselrate von „n“ 0,7 h-1 auf 0,6 h-1 reduziert werden, wenn der Nachweis der Gebäudedichtheit erbracht wird, d. h. der jeweils geforderte Grenzwert bei der messtechnischen Überprüfung (siehe Abschnitt 3.8.1) nicht überschritten wird. 

Aus diesem Grund sind sowohl für die Regelflächen der Außenbauteile als auch für die Anschlusspunkte spezielle Maßnahmen zur Sicherstellung der Gebäudedichtheit erforderlich.

Luftdichtheit: Für die Innenschale ist ein Nassputz, bzw. Fugenglattstrich erforderlich. In Bereichen von Bohrungen für ELT-Installationen (z. B. Steckdosen) sind ggf. flankierende Maßnahmen (z. B. Gipsspachtel im Bereich der Bohrungen) erforderlich.

Diese Forderung bezieht sich sinngemäß auch auf mehrschalige Leichtbauwände, die an die Innenschale anschließen können.

Winddichtheit: Sie wird durch die Außenschale und z. B. durch einen zweilagigen Einbau von Wärmedämmstoffplatten mit versetzten Stößen sichergestellt. Die DIN 1053 Teil 1 weist in Abschnitt 8.4.3.4 „Zweischalige Außenwände mit Kerndämmung“ darauf hin, wie der Einbau der verschiedenen Dämmstoffarten zu erfolgen hat. Es wird empfohlen, den Wärmedämmstoff hohlraumfrei auf die Innenschale einzubauen, Wärmedämmstoffplatten dicht aneinander zu stoßen oder durch flankierende Maßnahmen sicherzustellen, dass sich keine Rotationsströmung um den Wärmedämmstoff herum ausbilden kann, siehe auch DIN EN ISO 6946, An hang D und E.

Zurück

4.5.1-2 Anschlusspunkt Dach

Navigation über Tasten
Weiter

4.7.1-6 Anschlusspunkt Fenster