4.7.1-6 Anschlusspunkt Fenster

4.7.1 Anschlusspunkt Fenster

Der dargestellte Anschlusspunkt ist im Hinblick auf Übereinstimmung mit geltenden Normen oder sonstigen Bestimmungen bzw. Erfordernissen entsprechend dem Stand der Technik vom Anwender unbedingt objektbezogen und eigenverantwortlich zu überprüfen! 

Bemessungswerte der Wärmeleitfähigkeit 
Innenschale: 0,21 bis 0,99 W(m·K)
Außenschale: 0,87 W/(m·K)
Stahlbeton: 2,10 W/(m·K)

Wärmedämmstoff: 0,04 W/(m·K)
Wärmedämmstoff Fertigteil (Maßnahme q): 0,035 W/(m·K)

Achtung: Im realen Einzelfall können sich ggf. niedrigere Oberflächentemperaturen, als nachfolgend dargestellt, ergeben. Dies liegt in der Verwendung einer thermisch homogenen „Fenstermaske“ gemäß DIN 4108 Bbl 2 begründet, bei der das Fenster mit einer Dicke von 0,07 m und einer Wärmeleitfähigkeit von λ = 0,13 W/(m·K) ersetzt wird.

Minimale Oberflächentemperaturen θsi in Abhängigkeit von der Wärmeleitfähigkeit der Innenschale
λ = 0,21 W(m·K) 
λ = 0,33 W(m·K)

Ψ = 0,00 W(m·K)
Ψ = -0,01 W(m·K)

θsi = 17,2 °C 
θsi = 17,3 °C

λ = 0,54 W(m·K) 
λ = 0,99 W(m·K)

Ψ = -0,01 W(m·K)
Ψ = -0,01 W(m·K)

θsi = 17,3 °C
θsi = 17,3 °C 

Randbedingungen für die Ermittlung der minimalen Oberflächentemperaturen DIN 4108-2: 2003-07 und der DIN 4108 Bbl 2: 2004-01 
Innenlufttemperatur: 20 °C
Außenlufttemperatur: -5 °C
Wärmeübergangswiderstand innen: 0,25 m2·K/W
Wärmeübergangswiderstand außen: 0,04 m2·K/W

Die Mauerwerksschalen sind an ihren Berührungspunkten (z. B. Fenster- und Türanschlägen) durch eine wasserundurchlässige Sperrschicht zu trennen.

Die Mauerwerksschalen sind an ihren Berührungspunkten (z. B. Fenster- und Türanschlägen) durch eine wasserundurchlässige Sperrschicht zu trennen.
© Horschler/Pohl

Fenster an Außenwand/Dicke der Wärmedämmschicht d = 14 cm/unterer Anschluss

Wärmedämmkonzept
Die Wärmedämmschicht muss an den Fensterblendrahmen angeschlossen werden. Diese Situation stellt eine stofflichgeometrische Wärmebrücke dar, deren Wirkung ist abhängig von der Lage des Fensters in Bezug zur Wärmedämmschicht, der thermischen Qualität des Fensters, den Wärmeleitfähigkeiten der Baustoffe und den Dicken der Bauteilschichten.

In Anlehnung an das in DIN 4108 Bbl 2 dargestellte Konstruktionsprinzip, wird zur Minimierung der Wärmebrückenwirkung vorgeschlagen, das Fenster in der Ebene der Wärmedämmschicht anzuordnen. Diese Maßnahme bedingt spezielle Maßnahmen zur Befestigung des Fensters. Hier wird bei Verwendung von Metallen empfohlen, nur Metalle mit geringer Wärmeleitfähigkeit und diese überdies nur zur punktuellen Unterstützung des Fensters zu verwenden. Auf eine ausreichende thermische Entkopplung des Metallprofils nach außen ist unbedingt zu achten.

Weiterhin sind Hohlräume unterhalb der Fensterbank vollständig mit Wärmedämmstoff zu verschließen.

Der geforderte Ψ-Wert gemäß DIN 4108 Bbl 2 beträgt: Ψ ≤ 0,04 W/(m·K). Für den Fall, dass für die Bauteilschichten mindestens die Wärmeleitfähigkeiten, welche in der Legende angegeben sind, zugrunde gelegt werden, entsprechen die beiden Anschlussvarianten der energetischen Qualität des Konstruktionsprinzips Bild 44.

Als äußere Fensterbank ist eine Fensterbank aus Aluminium vorgesehen. In diesem Fall ist darauf zu achten, dass unterhalb der Fensterbank der Wärmedämmstoff hohlraumfrei eingebaut wird.

Dichtheitskonzepte
Die Energieeinsparverordnung räumt dem Aspekt der Gebäudedichtheit einen relativ großen Stellenwert im Nachweisverfahren ein. Hierbei darf die Luftwechselrate von „n“ 0,7 h-1 auf 0,6 h-1 reduziert werden, wenn der Nachweis der Gebäudedichtheit erbracht wird, d. h. der jeweils geforderte Grenzwert bei der messtechnischen Überprüfung (siehe Abschnitt 3.8.1) nicht überschritten wird.

Aus diesem Grund sind sowohl für die Regelflächen der Außenbauteile als auch für die Anschlusspunkte spezielle Maßnahmen zur Sicherstellung der Gebäudedichtheit erforderlich.

Luftdichtheit: Für die Innenschale ist ein Nassputz, bzw. Fugenglattstrich erforderlich. In Bereichen von Bohrungen für ELT-Installationen (z. B. Steckdosen) sind ggf. flankierende Maßnahmen (z. B. Gipsspachtel im Bereich der Bohrungen) erforderlich.

Die Abdichtung der Fuge zwischen Fensterblendrahmen und Innenschale bzw. Innenputz kann alternativ mit mehreren Systemen vorgenommen werden. Gewählt wurde hier ein System mit einem vorkomprimierten Dichtband. Die Mauerwerksflächen im Bereich des Fensteranschlusses sind ggf. vorzuputzen (Ausgleichsmörtel).

Anmerkung: Das Ausschäumen der Fuge zwischen Fensterblendrahmen und Außenwand als alleinige Abdichtungsmaßnahme stellt keinen luftdichten Verschluss dar.

Winddichtheit: Sie wird durch die Außenschale und z. B. durch einen zweilagigen Einbau von Wärmedämmstoffplatten mit versetzten Stößen sichergestellt. Die DIN 1053 Teil 1 weist in Abschnitt 8.4.3.4 „Zweischalige Außenwände mit Kerndämmung“ darauf hin, wie der Einbau der verschiedenen Dämmstoffarten zu erfolgen hat. Es wird empfohlen, den Wärmedämmstoff hohlraumfrei auf die Innenschale einzubauen, Wärmedämmstoffplatten dicht aneinander zu stoßen, oder durch flankierende Maßnahmen sicherzustellen, dass sich keine Rotationsströmung um den Wärmedämmstoff herum ausbilden kann, siehe auch DIN EN ISO 6946, Anhang D und E.

Die Herstellung des winddichten Fensteranschlusses bedingt Maßnahmen an der Außenseite. Die Abdichtung der Fuge zwischen Fensterblendrahmen und äußerer Fensterbank erfolgt über ein elastisches, alterungsbeständiges Dichtprofil. Die Abdichtung der Fuge zwischen Fertigbauteil und Fensterbank aus Aluminium erfolgt durch ein vor komprimiertes Dichtband.

4.7.2 Anschlusspunkt Fenster

Der dargestellte Anschlusspunkt ist im Hinblick auf Übereinstimmung mit geltenden Normen oder sonstigen Bestimmungen bzw. Erfordernissen entsprechend dem Stand der Technik vom Anwender unbedingt objektbezogen und eigenverantwortlich zu überprüfen! 

Bemessungswerte der Wärmeleitfähigkeit 
Innenschale: 0,21 bis 0,99 W(m·K)
Außenschale: 0,87 W/(m·K)
Stahlbeton: 2,10 W/(m·K)

Wärmedämmstoff: 0,04 W/(m·K)

Achtung: Im realen Einzelfall können sich ggf. niedrigere Oberflächentemperaturen, als nachfolgend dargestellt, ergeben. Dies liegt in der Verwendung einer thermisch homogenen „Fenstermaske“ gemäß DIN 4108 Bbl 2 begründet, bei der das Fenster mit einer Dicke von 0,07 m und einer Wärmeleitfähigkeit von λ = 0,13 W/(m·K) ersetzt wird.

Minimale Oberflächentemperaturen θsi in Abhängigkeit von der Wärmeleitfähigkeit der Innenschale
λ = 0,21 W(m·K) 
λ = 0,33 W(m·K)

Ψ = -0,02 W(m·K)
Ψ = -0,02 W(m·K)

θsi = 17,5 °C 
θsi = 17,5 °C

λ = 0,54 W(m·K) 
λ = 0,99 W(m·K)

Ψ = -0,02 W(m·K)
Ψ = -0,02 W(m·K)

θsi = 17,5 °C
θsi = 17,6 °C 

Randbedingungen für die Ermittlung der minimalen Oberflächentemperaturen DIN 4108-2: 2003-07 und der DIN 4108 Bbl 2: 2004-01 
Innenlufttemperatur: 20 °C
Außenlufttemperatur: -5 °C
Wärmeübergangswiderstand innen: 0,25 m2·K/W
Wärmeübergangswiderstand außen: 0,04 m2·K/W

Die Mauerwerksschalen sind an ihren Berührungspunkten (z. B. Fenster- und Türanschlägen) durch eine wasserundurchlässige Sperrschicht zu trennen.

Die Mauerwerksschalen sind an ihren Berührungspunkten (z. B. Fenster- und Türanschlägen) durch eine wasserundurchlässige Sperrschicht zu trennen.
© Horschler/Pohl

Fenster an Außenwand/Dicke der Wärmedämmschicht d = 14 cm/seitlicher Anschluss

Wärmedämmkonzept
Die Wärmedämmschicht muss an den Fensterblendrahmen angeschlossen werden. Diese Situation stellt eine stofflichgeometrische Wärmebrücke dar, deren Wirkung dieser Wärmebrücke ist abhängig von der Lage des Fensters in Bezug zur Wärmedämmschicht, der thermischen Qualität des Fensters, den Wärmeleitfähigkeiten der Baustoffe und den Dicken der Bauteilschichten.

In Anlehnung an das in DIN 4108 Bbl 2 dargestellte Konstruktionsprinzip mit der Bezeichnung Bild 50 wird zur Minimierung der Wärmebrückenwirkung vorgeschlagen, das Fenster in der Wärmedämmebene anzuordnen. Weiterhin wurde zwischen der Außenschale und dem Blendrahmen eine thermische Trennung mit Hilfe einer 2 cm dicken Wärmedämmschicht (z. B. aus extr. PS-Hart schaum) vorgesehen. Diese Wärmedämmschicht ist möglichst weit auf den Fensterblendrahmen zuführen. Gewählt wurde hier ein Überbindemaß von 3,5 cm, bezogen auf das lichte innere Rohmauerwerk.

Weiterhin ist eine Wärmedämmschicht zwischen dem Fensterblendrahmen und der Innenschale vorzusehen. Die Dicke dieser Wärmedämmschicht sollte gemäß Beiblatt 2 mindestens 1 cm und die Wärmeleitfähigkeit λ = 0,04 W(m·K) betragen.

Der geforderte Ψ-Wert gemäß DIN 4108 Bbl 2 beträgt: Ψ ≤ 0,03 W/(m·K). Für den Fall, dass für die Bauteilschichten mindestens die Wärmeleitfähigkeiten, welche in der Legende angegeben sind, zugrunde gelegt werden, entspricht dieser Anschlusspunkt der energetischen Qualität des Konstruktionsprinzips Bild 50.

Dichtheitskonzepte
Die Energieeinsparverordnung räumt dem Aspekt der Gebäudedichtheit einen relativ großen Stellenwert im Nachweisverfahren ein. Hierbei darf die Luftwechselrate von „n“ 0,7 h-1 auf 0,6 h-1 reduziert werden, wenn der Nachweis der Gebäudedichtheit erbracht wird, d. h. der jeweils geforderte Grenzwert bei der messtechnischen Überprüfung (siehe Abschnitt 3.8.1) nicht überschritten wird.

Aus diesem Grund sind sowohl für die Regelflächen der Außenbauteile als auch für die Anschlusspunkte spezielle Maßnahmen zur Sicherstellung der Gebäudedichtheit erforderlich.

Luftdichtheit: Für die Innenschale ist ein Nassputz, bzw. Fugenglattstrich erforderlich. In Bereichen von Bohrungen für ELT-Installationen (z. B. Steckdosen) sind ggf. flankierende Maßnahmen (z. B. Gipsspachtel im Bereich der Bohrungen) erforderlich.

Die Abdichtung der Fuge zwischen Fensterblendrahmen und Innenschale bzw. Innenputz kann alternativ mit mehreren Systemen vorgenommen werden. Gewählt wurde hier ein System mit einem vorkomprimierten Dichtband. Die Mauerwerksflächen im Bereich des Fensteranschlusses sind ggf. vorzuputzen (Fugenglattstrich).

Anmerkung: Das Ausschäumen der Fuge zwischen Fensterblendrahmen und Außenwand als alleinige Abdichtungsmaßnahme stellt keinen luftdichten Verschluss dar.

Winddichtheit: Sie wird durch die Außenschale und z. B. durch einen zweilagigen Einbau von Wärmedämmstoffplatten mit versetzten Stößen sichergestellt. Die DIN 1053 Teil 1 weist in Abschnitt 8.4.3.4 „Zweischalige Außenwände mit Kerndämmung“ darauf hin, wie der Einbau der verschiedenen Dämmstoffarten zu erfolgen hat. Es wird empfohlen, den Wärmedämmstoff hohlraumfrei auf die Innenschale einzubauen, Wärmedämmstoffplatten dicht aneinander zu stoßen, oder durch flankierende Maßnahmen sicherzustellen, dass sich keine Rotationsströmung um den Wärmedämmstoff herum ausbilden kann, siehe auch DIN EN ISO 6946, Anhang D und E.

Die Abdichtung zwischen äußerer Verleistung und Außenschale erfolgt mit einem Baudichtstoff.

4.7.3 Anschlusspunkt Fenster

Der dargestellte Anschlusspunkt ist im Hinblick auf Übereinstimmung mit geltenden Normen oder sonstigen Bestimmungen bzw. Erfordernissen entsprechend dem Stand der Technik vom Anwender unbedingt objektbezogen und eigenverantwortlich zu überprüfen! 

Bemessungswerte der Wärmeleitfähigkeit 
Innenschale: 0,21 bis 0,99 W(m·K) Für λ = 0,21 bzw. 0,33, Schale des Sturzes: λ = 0,42 W/(m·K)
Außenschale: 0,87 W/(m·K)
Stahlbeton: 2,10 W/(m·K)

Wärmedämmstoff: 0,04 W/(m·K)

Achtung: Im realen Einzelfall können sich ggf. niedrigere Oberflächentemperaturen, als nachfolgend dargestellt, ergeben. Dies liegt in der Verwendung einer thermisch homogenen „Fenstermaske“ gemäß DIN 4108 Bbl 2 begründet, bei der das Fenster mit einer Dicke von 0,07 m und einer Wärmeleitfähigkeit von λ = 0,13 W/(m·K) ersetzt wird.

Minimale Oberflächentemperaturen θsi in Abhängigkeit von der Wärmeleitfähigkeit der Innenschale
λ = 0,21 W(m·K) 
λ = 0,33 W(m·K)

Ψ = -0,01 W(m·K)
Ψ = -0,01 W(m·K)

θsi = 17,5 °C 
θsi = 17,5 °C

λ = 0,54 W(m·K) 
λ = 0,99 W(m·K)

Ψ = -0,02 W(m·K)
Ψ = -0,02 W(m·K)

θsi = 17,5 °C
θsi = 17,5 °C 

Randbedingungen für die Ermittlung der minimalen Oberflächentemperaturen DIN 4108-2: 2003-07 und der DIN 4108 Bbl 2: 2004-01 
Innenlufttemperatur: 20 °C
Außenlufttemperatur: -5 °C
Wärmeübergangswiderstand innen: 0,25 m2·K/W
Wärmeübergangswiderstand außen: 0,04 m2·K/W

Die Mauerwerksschalen sind an ihren Berührungspunkten (z. B. Fenster- und Türanschlägen) durch eine wasserundurchlässige Sperrschicht zu trennen.

Die Mauerwerksschalen sind an ihren Berührungspunkten (z. B. Fenster- und Türanschlägen) durch eine wasserundurchlässige Sperrschicht zu trennen.
© Horschler/Pohl

Fenster an Außenwand/Dicke der Wärmedämmschicht d = 14 cm/oberer Anschluss

Wärmedämmkonzept
Die Wärmedämmschicht muss an den Fensterblendrahmen angeschlossen werden. Diese Situation stellt eine stofflichgeometrische Wärmebrücke dar, deren Wirkung ist abhängig von der Lage des Fensters in Bezug zur Wärmedämmschicht, der thermischen Qualität des Fensters, den Wärmeleitfähigkeiten der Baustoffe und den Dicken der Bauteilschichten.

In Anlehnung an das in DIN 4108 Bbl 2 dargestellte Konstruktionsprinzip mit der Bezeichnung Bild 56 wird zur Minimierung der Wärmebrückenwirkung vorgeschlagen, das Fenster in der Wärmedämmebene anzuordnen. Weiterhin wurde zwischen der Außenschale und dem Blendrahmen eine thermische Trennung mit Hilfe einer 2 cm dicken Wärmedämmschicht (z. B. extr. PS-Hartschaum) vorgesehen. Diese Wärmedämmschicht ist möglichst weit auf den Fensterblendrahmen zu führen. Gewählt wurde hier ein Überbindemaß von 3,5 cm, bezogen auf das lichte innere Rohmauerwerk.

Weiterhin ist eine Wärmedämmschicht zwischen dem Fensterblendrahmen und der Innenschale vorzusehen. Die Dicke dieser Wärmedämmschicht sollte gemäß Beiblatt 2 mindestens 1 cm und die Wärmeleitfähigkeit λ = 0,04 W(m·K) betragen. Ergebnis:

Der geforderte Ψ-Wert gemäß DIN 4108 Bbl 2 beträgt: Ψ ≤ 0,03 W/(m·K). Für den Fall, dass für die Bauteilschichten mindestens die Wärmeleitfähigkeiten, welche in der Legende angegeben sind, zugrundegelegt werden, entspricht dieser Anschlusspunkt der energetischen Qualität des Konstruktionsprinzips Bild 56.

Dichtheitskonzepte
Die Energieeinsparverordnung räumt dem Aspekt der Gebäudedichtheit einen relativ großen Stellenwert im Nachweisverfahren ein. Hierbei darf die Luftwechselrate von „n“ 0,7 h-1 auf 0,6 h-1 reduziert werden, wenn der Nachweis der Gebäudedichtheit erbracht wird, d. h. der jeweils geforderte Grenzwert bei der messtechnischen Überprüfung (siehe Abschnitt 3.8.1) nicht überschritten wird.

Aus diesem Grund sind sowohl für die Regelflächen der Außenbauteile als auch für die Anschlusspunkte spezielle Maßnahmen zur Sicherstellung der Gebäudedichtheit erforderlich.

Luftdichtheit: Für die Innenschale ist ein Nassputz, bzw. Fugenglattstrich erforderlich. In Bereichen von Bohrungen für ELT-Installationen (z. B. Steckdosen) sind ggf. flankierende Maßnahmen (z. B. Gipsspachtel im Bereich der Bohrungen) erforderlich.

Die Abdichtung der Fuge zwischen Fensterblendrahmen und Innenschale bzw. Innenputz kann alternativ mit mehreren Systemen vorgenommen werden. Gewählt wurde hier ein System mit einem vorkomprimierten Dichtband.

Anmerkung: Das relativ häufig ausgeführte Ausschäumen der Fuge zwischen Fensterblendrahmen und Innenschale als alleinige Abdichtungsmaßnahme stellt keinen luftdichten Verschluss dar.

Winddichtheit: Sie wird durch die Außenschale und z. B. durch einen zweilagigen Einbau von Wärmedämmstoffplatten mit versetzten Stößen sichergestellt. Die DIN 1053 Teil 1 weist in Abschnitt 8.4.3.4 „Zweischalige Außenwände mit Kerndämmung“ darauf hin, wie der Einbau der verschiedenen Dämmstoffarten zu erfolgen hat. Es wird empfohlen, den Wärmedämmstoff hohlraumfrei auf die Innenschale einzubauen, Wärmedämmstoffplatten dicht aneinander zu stoßen, oder durch flankierende Maßnahmen sicherzustellen, dass sich keine Rotationsströmung um den Wärmedämmstoff herum ausbilden kann, siehe auch DIN EN ISO 6946, Anhang D und E.

Die Abdichtung zwischen äußerer Verleistung und Außenschale erfolgt mit einem Baudichtstoff.

4.7.4 Anschlusspunkt Fenster

Der dargestellte Anschlusspunkt ist im Hinblick auf Übereinstimmung mit geltenden Normen oder sonstigen Bestimmungen bzw. Erfordernissen entsprechend dem Stand der Technik vom Anwender unbedingt objektbezogen und eigenverantwortlich zu überprüfen! 

Bemessungswerte der Wärmeleitfähigkeit 
Innenschale: 0,21 bis 0,99 W(m·K) 
Außenschale: 0,87 W/(m·K)
Stahlbeton: 2,10 W/(m·K)

Wärmedämmstoff: 0,04 W/(m·K)
Wärmedämmstoff Fertigteil, (Maßnahme q): 0,035 W/(m·K)

Achtung: Im realen Einzelfall können sich ggf. niedrigere Oberflächentemperaturen, als nachfolgend dargestellt, ergeben. Dies liegt in der Verwendung einer thermisch homogenen „Fenstermaske“ gemäß DIN 4108 Bbl 2 begründet, bei der das Fenster mit einer Dicke von 0,07 m und einer Wärmeleitfähigkeit von λ = 0,13 W/(m·K) ersetzt wird.

Minimale Oberflächentemperaturen θsi in Abhängigkeit von der Wärmeleitfähigkeit der Innenschale
λ = 0,21 W(m·K) 
λ = 0,33 W(m·K)

Ψ = 0,01 W(m·K)
Ψ = 0,02 W(m·K)

θsi = 15,9 °C 
θsi = 16,0 °C

λ = 0,54 W(m·K) 
λ = 0,99 W(m·K)

Ψ = -0,02 W(m·K)
Ψ = -0,03 W(m·K)

θsi = 16,2 °C
θsi = 16,6 °C 

Randbedingungen für die Ermittlung der minimalen Oberflächentemperaturen DIN 4108-2: 2003-07 und der DIN 4108 Bbl 2: 2004-01 
Innenlufttemperatur: 20 °C
Außenlufttemperatur: -5 °C
Wärmeübergangswiderstand innen: 0,25 m2·K/W
Wärmeübergangswiderstand außen: 0,04 m2·K/W

Die Mauerwerksschalen sind an ihren Berührungspunkten (z. B. Fenster- und Türanschlägen) durch eine wasserundurchlässige Sperrschicht zu trennen.

Die Mauerwerksschalen sind an ihren Berührungspunkten (z. B. Fenster- und Türanschlägen) durch eine wasserundurchlässige Sperrschicht zu trennen.
© Horschler/Pohl

Fenster mit Rollladen an Außenwand/Dicke der Wärmedämmschicht d = 14 cm/unterer Anschluss

Wärmedämmkonzept
Die Wärmedämmschicht muss an den Fensterblendrahmen angeschlossen werden. Diese Situation stellt eine stofflichgeometrische Wärmebrücke dar, deren Wirkung ist abhängig von der Lage des Fensters in Bezug zur Wärmedämmschicht, der thermischen Qualität des Fensters, den Wärmeleitfähigkeiten der Baustoffe und den Dicken der Bauteilschichten.

In der DIN 4108 Bbl 2 Bild 45 ist dargestellt, dass das Fenster bündig mit der Außenseite der Innenschale abschließt.

Die Lage des Fensters ergibt sich aus der Einbausituation des Rollladenkastens in Verbindung mit der Führungsschiene, siehe hierzu den seitlichen und den oberen Anschluss. Insofern ergeben sich Abhängigkeiten und u.U. Abweichungen vom angegebenen Konstruktionsprinzip. Bei nennenswerten Abweichungen vom Konstruktionsprinzip wird empfohlen, die Auswirkungen mit Hilfe einer Wärmebrückenberechnung zu überprüfen.

In Anlehnung an das in DIN 4108 Bbl 2 dargestellte Konstruktionsprinzip mit der Bezeichnung Bild 45 wird zur Minimierung der Wärmebrückenwirkung vorgeschlagen, eine Wärmedämmschicht zwischen dem Fensterblendrahmen und der Innenschale vorzusehen. Diese Wärmedämmschicht sollte gemäß DIN 4108 Beiblatt 2 mindestens 1 cm und die Wärmeleitfähigkeit λ = 0,04 W(m·K) be tragen. Im dargestellten Detail wurde eine Wärmedämmschicht von ≥ 2 cm und eine Wärmeleitfähigkeit λ = 0,04 W(m·K) gewählt. Diese ist unbedingt bis zur Fertigteilfensterbank (Fertigteil aus Stahlbeton mit Formstein, wärmetechnisch getrennt von der Innenschale durch eine 8 cm dicke Dämmschicht, λ = 0,035 W/(m · K)) zu führen. Hohlräume unterhalb der Fensterbank sind dementsprechend vollständig mit Wärmedämmstoff der o. a. Wärmeleitfähigkeit zu verschließen.

Der geforderte Ψ-Wert gemäß DIN 4108 Bbl 2 beträgt: Ψ ≤ 0,11 W/(m·K). Für den Fall, dass für die Bauteilschichten mindestens die Wärmeleitfähigkeiten, welche in der Legende angegeben sind, zugrunde gelegt werden und des Weiteren auch der Fensterblendrahmen bündig mit der Außenseite der Innenschale abschließt, entspricht dieser Anschlusspunkt der energetischen Qualität des Konstruktionsprinzips Bild 45.

Alternativ zu einem Fertigteil kann auch eine Fensterbank aus Aluminium eingebaut werden. In diesem Fall ist darauf zu achten, dass unterhalb der Fensterbank der Wärmedämmstoff hohlraumfrei eingebaut wird.

Dichtheitskonzepte
Die Energieeinsparverordnung räumt dem Aspekt der Gebäudedichtheit einen relativ großen Stellenwert im Nachweisverfahren ein. Hierbei darf die Luftwechselrate von „n“ 0,7 h-1 auf 0,6 h-1 reduziert werden, wenn der Nachweis der Gebäudedichtheit erbracht wird, d. h. der jeweils geforderte Grenzwert bei der messtechnischen Überprüfung (siehe Abschnitt 3.8.1) nicht überschritten wird. Aus diesem Grund sind sowohl für die Regelflächen der Außenbauteile als auch für die Anschlusspunkte spezielle Maßnahmen zur Sicherstellung der Gebäudedichtheit erforderlich.

Luftdichtheit: Für die Innenschale ist ein Nassputz, bzw. Fugenglattstrich erforderlich. In Bereichen von Bohrungen für ELT-Installationen (z. B. Steckdosen) sind ggf. flankierende Maßnahmen (z. B. Gipsspachtel im Bereich der Bohrungen) erforderlich.

Die Abdichtung der Fuge zwischen Fensterblendrahmen und Innenschale bzw. Innenputz kann alternativ mit mehreren Systemen vorgenommen werden. Gewählt wurde ein System mit einem selbstklebenden Dichtband mit mechanischer Sicherung auf dem Blendrahmen. Die Mauerwerksflächen im Bereich des Fenstersanschlusses sind ggf. vorzuputzen (Ausgleichsmörtel).

Winddichtheit: Sie wird durch die Außenschale und z. B. durch einen zweilagigen Einbau von Wärmedämmstoffplatten mit versetzten Stößen sichergestellt. Es wird empfohlen, den Wärmedämmstoff hohlraumfrei auf die Innenschale einzubauen, Wärmedämmstoffplatten dicht aneinander zu stoßen, oder durch flankierende Maßnahmen sicherzustellen, dass sich keine Rotationsströmung um den Wärmedämmstoff herum ausbilden kann, siehe auch DIN EN ISO 6946, Anhang D und E. Die Abdichtung der Fuge zwischen Fensterblendrahmen und äußerer Fensterbank erfolgt über ein elastisches alterungsbeständiges Dichtprofil.

Die Abdichtung der Fuge zwischen Fertigbauteil und Fensterbank aus Aluminium erfolgt durch ein vorkomprimiertes Dichtband.

4.7.5 Anschlusspunkt Fenster

Der dargestellte Anschlusspunkt ist im Hinblick auf Übereinstimmung mit geltenden Normen oder sonstigen Bestimmungen bzw. Erfordernissen entsprechend dem Stand der Technik vom Anwender unbedingt objektbezogen und eigenverantwortlich zu überprüfen! 

Bemessungswerte der Wärmeleitfähigkeit 
Innenschale: 0,21 bis 0,99 W(m·K) 
Außenschale: 0,87 W/(m·K)
Stahlbeton: 2,10 W/(m·K)

Wärmedämmstoff: 0,04 W/(m·K)
spezielle Maßnahme y und x: 0,035 W/(m·K)

Achtung: Im realen Einzelfall können sich ggf. niedrigere Oberflächentemperaturen, als nachfolgend dargestellt, ergeben. Dies liegt in der Verwendung einer thermisch homogenen „Fenstermaske“ gemäß DIN 4108 Bbl 2 begründet, bei der das Fenster mit einer Dicke von 0,07 m und einer Wärmeleitfähigkeit von λ = 0,13 W/(m·K) ersetzt wird.

Minimale Oberflächentemperaturen θsi in Abhängigkeit von der Wärmeleitfähigkeit der Innenschale
λ = 0,21 W(m·K) 
λ = 0,33 W(m·K)

Ψ = -0,04 W(m·K)
Ψ = -0,03 W(m·K)

θsi = 17,7 °C 
θsi = 17,7 °C

λ = 0,54 W(m·K) 
λ = 0,99 W(m·K)

Ψ = -0,03 W(m·K)
Ψ = -0,03 W(m·K)

θsi = 17,7 °C
θsi = 17,9 °C 

Randbedingungen für die Ermittlung der minimalen Oberflächentemperaturen DIN 4108-2: 2003-07 und der DIN 4108 Bbl 2: 2004-01 
Innenlufttemperatur: 20 °C
Außenlufttemperatur: -5 °C
Wärmeübergangswiderstand innen: 0,25 m2·K/W
Wärmeübergangswiderstand außen: 0,04 m2·K/W

Die Mauerwerksschalen sind an ihren Berührungspunkten (z. B. Fenster- und Türanschlägen) durch eine wasserundurchlässige Sperrschicht zu trennen.

Die Mauerwerksschalen sind an ihren Berührungspunkten (z. B. Fenster- und Türanschlägen) durch eine wasserundurchlässige Sperrschicht zu trennen.
© Horschler/Pohl

Fenster mit Rollladen an Außenwand/Dicke der Wärmedämmschicht d = 14 cm /seitlicher Anschluss

Wärmedämmkonzept
Die Wärmedämmschicht muss an den Fensterblendrahmen angeschlossen werden. Diese Situation stellt eine stofflichgeometrische Wärmebrücke dar, deren Wirkung ist abhängig von der Lage des Fensters in Bezug zur Wärmedämmschicht, der thermischen Qualität des Fensters, den Wärmeleitfähigkeiten der Baustoffe und den Dicken der Bauteilschichten.

In der DIN 4108 Bbl 2 Bild 51 ist dargestellt, dass das Fenster bündig mit der Außenseite der Innenschale abschließt.

Die Lage des Fensters ergibt sich aus der Einbausituation des Rollladenkastens in Verbindung mit der Führungsschiene, siehe hierzu den unteren und den oberen Anschluss. Insofern ergeben sich Abhängigkeiten und u. U. Abweichungen vom angegebenen Konstruktionsprinzip. Bei nennenswerten Abweichungen vom Konstruktionsprinzip wird empfohlen, die Auswirkungen mit Hilfe einer Wärmebrückenberechnung zu überprüfen.

In Anlehnung an das in DIN 4108 Bbl 2 dargestellte Konstruktionsprinzip mit der Bezeichnung Bild 51 wird zur Minimierung der Wärmebrückenwirkung vorgeschlagen, zwischen der Außen- und der Innenschale eine thermische Trennung (Maß y) mit Hilfe einer Wärmedämmschicht (z. B. aus extr. PS-Hartschaum) vorzusehen (Maß y). Gewählt wurde hier ein Maß von 7 cm. Diese Wärmedämmschicht ist möglichst weit auf den Fensterblendrahmen zu führen (Maß x). Gewählt wurde hier ein Maß von 5 cm.

Weiterhin ist eine Wärmedämmschicht zwischen dem Fensterblendrahmen und der Innenschale vorzusehen. Die Dicke dieser Wärmedämmschicht sollte gemäß DIN 4108 Beiblatt 2 mindestens 1 cm betragen. Ausbaupraktischer Sicht wurde dieser Anschlusspunkt, wie dargestellt, modifiziert.

Der geforderte Ψ-Wert gemäß DIN 4108 Bbl 2 beträgt: Ψ ≤ 0,06 W/(m·K). Für den Fall, dass für die Bauteilschichten mindestens die Wärmeleitfähigkeiten, welche in der Legende angegeben sind, zugrunde gelegt werden, entspricht dieser Anschlusspunkt der energetischen Qualität des Konstruktionsprinzips Bild 51.

Dichtheitskonzepte
Die Energieeinsparverordnung räumt dem Aspekt der Gebäudedichtheit einen relativ großen Stellenwert im Nachweisverfahren ein. Hierbei darf die Luftwechselrate von „n“ 0,7 h-1 auf 0,6 h-1 reduziert werden, wenn der Nachweis der Gebäudedichtheit erbracht wird, d. h. der jeweils geforderte Grenzwert bei der messtechnischen Überprüfung (siehe Abschnitt 3.8.1) nicht überschritten wird.

Aus diesem Grund sind sowohl für die Regelflächen der Außenbauteile als auch für die Anschlusspunkte spezielle Maßnahmen zur Sicherstellung der Gebäudedichtheit erforderlich.

Luftdichtheit: Für die Innenschale ist ein Nassputz, bzw. Fugenglattstrich erforderlich. In Bereichen von Bohrungen für ELT-Installationen (z. B. Steckdosen) sind ggf. flankierende Maßnahmen (z. B. Gipsspachtel im Bereich der Bohrungen) erforderlich.

Die Abdichtung der Fuge zwischen Fensterblendrahmen und Innenschale bzw. Innenputz kann alternativ mit mehreren Systemen vorgenommen werden. Gewählt wurde ein System mit einem selbstklebenden Dichtband mit mechanischer Sicherung auf dem Blendrahmen. Zusammen mit dem Nassputz, der auf das selbstklebende Dichtband mit Hilfe eines Putzträgers geführt werden kann, verschließen diese Schichten sicher die Oberfläche des Leibungsmauerwerks, da sie mit dem Nassputz einen geschlossenen Zug bilden.

Winddichtheit: Sie wird durch die Außenschale und z. B. durch einen zweilagigen Einbau von Wärmedämmstoffplatten mit versetzten Stößen sichergestellt. Die DIN 1053 Teil 1 weist in Abschnitt 8.4.3.4 „Zweischalige Außenwände mit Kerndämmung“ darauf hin, wie der Einbau der verschiedenen Dämmstoffarten zu erfolgen hat. Es wird empfohlen, den Wärmedämmstoffhohlraumfrei auf die Innenschale einzubauen, Wärmedämmstoffplatten dicht aneinander zu stoßen, oder durch flankierende Maßnahmen sicherzustellen, dass sich keine Rotationsströmung um den Wärmedämmstoff herum ausbilden kann, siehe auch DIN EN ISO 6946, Anhang D und E.

Zwischen einer äußeren Zarge und der Außenschale erfolgt die Abdichtung mittels einer geschlossenzelligen PE-Rundschnur und einem Baudichtstoff.

4.7.6 Anschlusspunkt Fenster

Der dargestellte Anschlusspunkt ist im Hinblick auf Übereinstimmung mit geltenden Normen oder sonstigen Bestimmungen bzw. Erfordernissen entsprechend dem Stand der Technik vom Anwender unbedingt objektbezogen und eigenverantwortlich zu überprüfen! 

Bemessungswerte der Wärmeleitfähigkeit 
Innenschale: 0,21 bis 0,99 W(m·K) 
Außenschale: 0,87 W/(m·K)
Stahlbeton: 2,10 W/(m·K)

Wärmedämmstoff: 0,04 W/(m·K)
Dämmstoff Rollladen: 0,035 W/(m·K), Herstellerangabe 0,030 W/(m·K)
Teilbelüfteter Rollraum: 1,96 W/(m·K)

 

Achtung: Im realen Einzelfall können sich ggf. niedrigere Oberflächentemperaturen, als nachfolgend dargestellt, ergeben. Dies liegt in der Verwendung einer thermisch homogenen „Fenstermaske“ gemäß DIN 4108 Bbl 2 begründet, bei der das Fenster mit einer Dicke von 0,07 m und einer Wärmeleitfähigkeit von λ = 0,13 W/(m·K) ersetzt wird.

Minimale Oberflächentemperaturen θsi in Abhängigkeit von der Wärmeleitfähigkeit der Innenschale
λ = 0,21 W(m·K) 
λ = 0,33 W(m·K)

Ψ = 0,12 W(m·K)
Ψ = 0,11 W(m·K)

θsi = 13,2 °C 
θsi = 13,2 °C

λ = 0,54 W(m·K) 
λ = 0,99 W(m·K)

Ψ = 0,11 W(m·K)
Ψ = 0,10 W(m·K)

θsi = 13,2 °C
θsi = 13,2 °C 

Randbedingungen für die Ermittlung der minimalen Oberflächentemperaturen DIN 4108-2: 2003-07 und der DIN 4108 Bbl 2: 2004-01 
Innenlufttemperatur: 20 °C
Außenlufttemperatur: -5 °C
Wärmeübergangswiderstand innen: 0,25 m2·K/W
Wärmeübergangswiderstand außen: 0,04 m2·K/W

Die Mauerwerksschalen sind an ihren Berührungspunkten (z. B. Fenster- und Türanschlägen) durch eine wasserundurchlässige Sperrschicht zu trennen.

Die Mauerwerksschalen sind an ihren Berührungspunkten (z. B. Fenster- und Türanschlägen) durch eine wasserundurchlässige Sperrschicht zu trennen.
© Horschler/Pohl

Fenster mit Rollladen an Außenwand/Dicke der Wärmedämmschicht d = 14 cm/oberer Anschluss

Wärmedämmkonzept
Die Wärmedämmschicht muss an den Rollladenkasten und dieser an den Fensterblendrahmen angeschlossen werden. Diese Situation stellt eine stofflich- geometrische Wärmebrücke dar, deren Wirkung ist abhängig von der Lage des Fensters zur Wärmedämmschicht, dem Rahmenmaterial, der Wärmeleitfähigkeit der Baustoffe und den Dicken der Bauteilschichten.

In Anlehnung an das in DIN 4108 Bbl 2 dargestellte Konstruktionsprinzip mit der Bezeichnung Bild 63 wird zur Minimierung der Wärmebrückenwirkung vorgeschlagen, zwischen dem Rollladenkasten und der Geschossdecke eine Wärmedämmschicht mit der Dicke von d = 6 cm anzuordnen, Maßnahme (q). Aufgrund des hohen Wärmedämmstoffanteils des hier verwendeten Rollladenkastens kann auf zusätzliche Wärmedämmschichten auf der Innen- bzw. der Unterseite des Rollladenkastens verzichtet werden.

Die Lage des Fensters ergibt sich aus der Einbausituation des Rollladenkastens in Verbindung mit der Führungsschiene, siehe hierzu den seitlichen und den unteren Anschluss. Insofern ergeben sich Abhängigkeiten und u. U. Abweichungen vom Konstruktionsprinzip. Bei nennenswerten Abweichungen vom Konstruktionsprinzip wird empfohlen, die Auswirkungen mit Hilfe einer Wärmebrückenberechnung zu überprüfen.

Der geforderte Ψ-Wert gemäß DIN 4108 Bbl 2 beträgt: Ψ ≤ 0,29 W/(m·K). Für den Fall, dass für die Bauteilschichten mindestens die Wärmeleitfähigkeiten, welche in der Legende angegeben sind, zugrunde gelegt werden, entspricht dieser Anschlusspunkt der energetischen Qualität des Konstruktionsprinzips Bild 63.

Dichtheitskonzepte
Die Energieeinsparverordnung räumt dem Aspekt der Gebäudedichtheit einen relativ großen Stellenwert im Nachweisverfahren ein. Hierbei darf die Luftwechselrate von „n“ 0,7 h-1 auf 0,6 h-1 reduziert werden, wenn der Nachweis der Gebäudedichtheit erbracht wird, d. h. der jeweils geforderte Grenzwert bei der messtechnischen Überprüfung (siehe Abschnitt 3.8.1) nicht überschritten wird.

Aus diesem Grund sind sowohl für die Regelflächen der Außenbauteile als auch für die Anschlusspunkte spezielle Maßnahmen zur Sicherstellung der Gebäudedichtheit erforderlich.

Luftdichtheit: Für die Innenschale ist ein Nassputz, bzw. Fugenglattstrich erforderlich. In Bereichen von Bohrungen für ELT-Installationen (z. B. Steckdosen) sind ggf. flankierende Maßnahmen (z. B. Gipsspachtel im Bereich der Bohrungen) erforderlich.

Die Abdichtung der Fuge zwischen Fensterblendrahmen und Rollladenkasten erfolgt hier mit einem selbstklebenden Dichtband mit mechanischer Sicherung auf dem Blendrahmen. Zusammen mit dem Nassputz, der auf das selbstklebende Dichtband mit Hilfe eines Putzträgers und auf den Rollladenkasten geführt wurde, verschließen diese Schichten sicher die Oberflächen der verschiedenen Bauteile und bilden mit dem Nassputz einen geschlossenen Zug. Am Übergang zwischen Nassputz und Geschossdecke wurde zur Sicherstellung der Luftdichtheit ein Baudichtstoff vorgesehen.

Winddichtheit: Sie wird durch die Außenschale und z. B. durch einen zweilagigen Einbau von Wärmedämmstoffplatten mit versetzten Stößen sichergestellt. Die DIN 1053 Teil 1 weist in Abschnitt 8.4.3.4 „Zweischalige Außenwände mit Kerndämmung“ darauf hin, wie der Einbau der verschiedenen Dämmstoffarten zu erfolgen hat. Es wird empfohlen, den Wärmedämmstoff hohlraumfrei auf die Innenschale einzubauen, Wärmedämmstoffplatten dicht aneinander zu stoßen, oder durch flankierende Maßnahmen sicherzustellen, dass sich keine Rotationsströmung um den Wärmedämmstoff herum ausbilden kann, siehe auch DIN EN ISO 6946, Anhang D und E. Die Fuge zwischen dem auf dem Blendrahmen befestigten Holzprofil und dem Rollladenkasten muss mit einem aufgeklebten Dichtband dauerhaft verschlossen werden.

Sonstiges
Das gewählte Rollladensystem hat eine außenliegende Revisionsöffnung, dadurch ist eine Voraussetzung für die Sicherstellung der Wind- bzw. Luftdichtheit gegeben. Bei Mauerwerk aus Lochsteinen wird empfohlen, die Berührungsflächen des Rollladenkastens mit dem Mauerwerk luftdicht zu verschließen (z. B. Putz).

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4.6.1-3 Anschlusspunkt Sockel

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4.8.1-2 Anschlusspunkt Dach Dicke der Wärmedämmschicht d=14cm